Geschichte(n), die nachwirken
Im Rahmen der Gästeführerausbildung der VHS Breisach, durchgeführt von Freiburg KulTour, gestalteten wir erneut einen Ausbildungsteil zum jüdischen Leben in Breisach.
Vier Stunden waren Valeska Wilczek und Christiane Walesch-Schneller gemeinsam mit 13 angehenden Gästeführerinnen und Gästeführern im Stadtraum unterwegs. Die Route führte vom Münster über das Rheintor, den Synagogenplatz und den Alten Friedhof bis zum Blauen Haus, unserer Gedenk- und Bildungsstätte.
Im Mittelpunkt standen die beiden mittelalterlichen jüdischen Gemeinden am Münsterberg sowie die dritte jüdische Gemeinde, die sich nach dem Dreißigjährigen Krieg in Breisach etablierte und hier rund 300 Jahre bis zur Oktoberdeportation 1940 bestand. Ihre Geschichte wird besonders anschaulich am Synagogenplatz, auf dem jüdischen Friedhof (seit 1755) und im Blauen Haus selbst – in den Ausstellungen „Jüdisches Leben in Breisach 1931“ und „Gurs 1940“.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigen, wie intensiv die Auseinandersetzung mit den historischen Orten und Biografien erlebt wurde. Besonders gefreut hat uns die Nachricht von Susanne Brall (Freiburg KulTour), die von den beeindruckten Teilnehmenden berichtete.
Wir beteiligen uns seit mehreren Jahren an der Gästeführerausbildung und sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der Geschichte jüdischen Lebens in Breisach.